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Britische Premierminister

William Pitt der Jüngere

Kurz-Biografie Premierministers des Vereinigten Königreiches

William Pitt der Jüngere William Pitt der Jüngere lebte vom 28. Mai 1759, geboren in Hayes und verstarb am 23. Januar 1806 in Putney. Er hatte für zwei Amtszeiten das Amt des Premierministers inne.

Er war der zweite Sohn von William Pitt dem Älteren. Sein späterer Schwager war der Politiker und Erfinder Charles Stanhope, der die erste eiserne Druckerpresse Englands erfand. Im Alter von 14 Jahren nahm Pitt sein Jura-Studium in Cambridge auf. Zu dieser Zeit schloss er auch eine Freundschaft mit William Wilberforce. Recht schnell begann seine politische Karriere und er zog ins Unterhaus von Aggleby ein. Ebenso wie sein Vater, wurde er Mitglied in der Whigpartei.

Er war ein bekennender Gegner des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Zudem hatte er einen entscheidenden Anteil am Sturz des Ministeriums North. Zu seinen ersten politischen Erfolgen gehörten u. a. die Abschaffung der Testakte und die Emanzipation der Katholiken.

Nach dem Rücktritt von Charles James Fox im Jahre 1782 wurde er Schatzkanzler im Ministerium von Shelburne. Fox war in der politischen Ausrichtung stets ein Gegner der Politik von William Pitt dem Jüngeren.

Als Georg III. schließlich das Ministerium abschaffte , wurde der erst 24-jährigen Pitt am 19.12.1783 der jüngste Premierminister der Geschichte Großbritanniens. Ihm gelang es schließlich, das angeschlagene Finanzwesen wirder in den Griff zu bekommen.

Pitt war ein erklärter Gegner der Sklaverei und hielt am 2.04.1792 im Parlament eine beeindruckende Rede. Sein Anliegen war es, fortan die Afrikaner als Menschen und nicht als Sklaven zu betrachten. Mit 230 zu 85 Stimmen wurde schließlich nach seiner Rede entschieden, die Sklaverei schrittweise wieder abzuschaffen. Das völlige Verbot der Sklaverei erfolgte schließlich nach seinem Tod im Jahre 1808.

Die Französische Revolution führte im Denken Pitts dazu, restriktiver und konservativer als zuvor zu agieren. So wurden einreisende Ausländer an den Grenzen stärker kontrolliert und bestimmte Freiheitsrechte von ihm stark beschnitten, z. B. die Vereins-, Versammlungs- und Presserfreihei. Dafür erntete er nicht nur Beifall, sondern wurde von einigen auch als "Feind des Menschengeschlechtes" bezeichnet.

Er sorgte in seiner Regierungszeit für die Aussetzung der Goldeinlösepflicht und die Einführung einer Einkommensteuer, um so die maroden Staatsfinanzen, welche auch aufgrund des Krieges mit Frankreich gelitten hatten, wieder zu sanieren. Er selber achtete nie wirklich auf seinen eigenen Wohlstand, hinterließ nach seinem Tode sogar einen eigenen Schuldenberg von 40000 Pfund. Den Aufstand der Iren unterband er mit aller Härte. Schließlich gelang es ihm im Jahre 1800 Irland ganz mit England zu vereinigen.

Pitt trat am 16.02.1801 zurück. Der Grund lag darin, dass König Georg III. sich weigerte, den irischen Katholiken die Emanzipation zu ermöglichen, was diesen zuvor von Pitt versprochen worden war. Pitt leitete dennoch bis zum 14.03.1801 kommissarisch die Amtsgeschäfte.

Sein Nachfolger wurde Henry Addington. Im Jahre 1804 stürtze Pitt zusammen mit Charles James Fox Premierminister Addington und übernahm am 15. 05.1804 zum zweiten Mal das Amt des Premierministers. Er führte erneut Krieg gegen Frankreich. Der negative Ausgang in der Schlacht bei Austerlitz, bei der Kaiser Napoleon der I. einen Sieg verbuchte, schockte ihn kurz vor seinem Tode sehr. Am 23.01.1806 starb er schließlich. Seine letzten Worte sollen angeblich "Oh my country!" gewesen sein.


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